Chronik des Bergmannsdorfes Andreasberg

im Zeitraffer - 2

1879 

  Am 26. November wird in Ramsbeck eine evangelische Kirche eingeweiht. Das von 1855 – 1878 in Andreasberg in einem Arbeiterwerkshaus eingerichtete Kirchenlokal wird aufgegeben. Die katholischen Christen müssen ebenfalls bei Wind und Wetter zur Pfarrkirche in Ramsbeck gehen.
     

 1884

   Aus dem Zusammenschluss der beiden Ortsteile Andreasberg und Dörnberg entsteht der Schützenverein „St. Hubertus“, der sein erstes Schützenfest unter freiem Himmel feiert. Ein Jahr später gründen sangesfreudige Bergleute den Männergesangverein „Concordia“.
     

 1895 

   Die Kolonie Andreasberg zählt bei 394 Einwohnern 43 Witwen von Bergarbeitern. Die Mehrzahl der Bergleute stirbt an Bleivergiftung und Steinstaublunge im Alter von 35 bis 40 Jahren. Witwen bekommen zu der Zeit eine durchschnittliche Rente von 3,61 Mark im Monat. 
     

 1906 

   Die Stolberger Aktiengesellschaft baut nach jahrelangem Bemühen eine katholische Kapelle auf eigene Kosten und übernimmt auch die Besoldung des Geistlichen. Für die Inneneinrichtung müssen die Gläubigen und Vereine aufkommen. Am 31. Mai erfolgt die Einsegnung der Vikariekirche, die der Schutzpatronin der Bergleute, der hl. Barbara, geweiht ist. Für den Geistlichen richtet die Aktiengesellschaft in einem Arbeiterwerkshaus eine Wohnung ein
     

 1910 

   Andreasberg und Dörnberg, die vorher zur politischen Gemeinde Heringhausen gehörten, werden ab 1. April nach Ramsbeck eingemeindet. (Nicht schon 1907 – wie bisher angenommen!) Auch Aurora (vorher Gevelinghausen) kommt zum selben Zeitpunkt zur Gemeinde Ramsbeck.  
     

 1919 

   Im Mai werden 60 Bergleute der Grube Aurora entlassen, weil sie bessere Arbeitsbedingungen durch Streik erzwingen wollen. Die Hauerlöhne schwanken zwischen 3,60 Mark und 6 Mark. Ältere Schichtlöhner oder Handwerker im Grubenbetrieb verdienen Grundlöhne von 4,20 Mark. 
     

 1920 

   Wegen der niedrigen Löhne, vor allem wegen der schlechten Wohnverhältnisse ziehen immer mehr Familien weg. Andreasberg zählt nur noch 300 Einwohner. Ein Jahr später holt die Grubenleitung 20 österreichische Bergleute in den Ort; danach folgen einige aus dem Siegerland. 
     

 1923

   

Gegen Ende der Inflationszeit wird die Grube im Oktober vorübergehend geschlossen. Erst als die Arbeiter bereit sind, sich vom Handbohrbetrieb auf Maschinenbetrieb umzustellen und einer unbezahlten Mehrarbeit von zwei Stunden zuzustimmen, wird der Grubenbetrieb am 1. März 1924 wieder aufgenommen. Ein gut verdienender Bergmann kommt im Monat auf etwas mehr als 100 Mark netto; ein Hauer hat 10 – 20 % mehr. 

     

 1929

   

Die Stolberger Zink AG lässt 3 abgebrannte Arbeiterhäuser zur Abwechslung 2-stöckig wieder aufbauen. Im Herbst wird die Wasserleitung fertig, nachdem der Landrat die bisher im Gebrauch gewesenen Brunnen für gesundheitsgefährdend erklären lässt. Zur Fertigstellung der Hausanschlüsse muss die AG gezwungen werden.

     

 1931 

   Wieder wird der gesamte Grubenbetrieb im Mai stillgelegt. Fast alle Männer aus Andreasberg sind arbeitslos. Die Gemeinde Ramsbeck führt Notstandsarbeiten durch. Zum Jahresende hat die Not der Arbeitslosigkeit ein Ende. 


  

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